Nabelschnurblut - Nabelschnur Einlagerung oder Spende?
Nabelschnurblut – die biologische Vorsorge für den Fall der Fälle
Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist in aller Munde. Dabei unterscheidet man zwischen einer Spende des Nabelschnurblutes und der privaten Einlagerung zur Vorsorge. Sowohl die Spende als auch die private Einlagerung können sinnvoll sein.
Fakt ist jedenfalls, dass die Behandlung von Krankheiten mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut immer mehr an Bedeutung gewinnt. So werden heute schon bei 50% der Therapien mit Stammzellen in Japan Zellen die aus Nabelschnurblut gewonnen wurden eingesetzt. Die Vorteile dieser Zellen liegen auf der Hand: Die Stammzellen aus Nabelschnurblut sind jung und vital. Sie verfügen über eine besonders hohe Fähigkeit zur Differenzierung und Reproduktion. Darüber hinaus lassen sie sich – im Gegensatz zu adulten Stammzellen aus Knochenmark – unkompliziert, risikolos und schmerzfrei gewinnen. Durch die Lagerung in Stickstoff, der Kryokonservierung, sind sie schnell verfügbar und einsatzbereit. Da es sich um körpereigene Stammzellen handelt, die der Körper auch als eigene Zellen identifiziert, ist die Verträglichkeit im Vergleich zu fremden Stammzellen natürlich deutlich besser.
Nabelschnureinlagerung sinnvoll?
Kritisch geht der Kinderwunsch Blog in seinem Artikel “Geschäft mit der Angst” ins Gericht.
AUf ähnliche Verquickungen der Wirtschaft und der Effektivität des Verfahrens weist der Querblogger hin.
Er betont die Wichtigkeit von öffentlichen Blutbanken und ruft zur Spende der Nabelschnurblut auf. In dasselbe Horn stößt der Gynäkologie Professor Holzgereve “Nabelschnurblut ist eigentlich zu wertvoll, um es wegzuwerfen”.
Auf der Scienceblog Seite kann man nachlesen, das man nie vergessen darf das die meisten mit Stammzellen heilbaren Krankheiten genetisch bedingt sind und somit die eigenen Stammzellen als Lösung meist wegfallen.
Schon heute können die Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Behandlung vieler schwerer Krankheiten angewendet werden. Erfolgreich erprobt wurden sie bereits im Einsatz bei der Behandlung von Leukämie, Lymphomen, Störungen der Blutbildung (Aplastische Anämie) und Neuroblastomen, einer der bei Kinder häufigsten Tumorerkrankungen. An der Erweiterung der Einsatzgebiete für die Zellen aus Nabelschnurblut wird intensiv geforscht. So befinden sich weitere Verfahren zur Behandlung bereits in der Testphase. Dazu gehören die Stammzellenbehandlungen von Verbrennungen durch „eigene“ Haut, von Schäden an der Wirbelsäule durch „eigenen“ Knorpel, von Herzinfarkten und angeboren Herzfehlern. Darüber hinaus arbeitet man in klinischen Studien an der Behandlung von Diabetes und Nierenversagen mit Hilfe von Stammzellen.
Gewonnen wird das Blut aus der Nabelschnur mit Hilfe speziell entwickelter Entnahmesets, die man zur Geburt mit ins Krankenhaus nimmt. Die Gewinnung ist für das Kind und die Mutter schmerzfrei und so gut wie mit keinem Risiko verbunden. Inzwischen bietet fast jede Klinik mit einer Entbindungsstation die Entnahme von Blut aus der Nabelschnur zur privaten Einlagerung an.
Wer sich nicht entscheiden kann, ob er das Blut aus der Nabelschnur lieber spenden möchte oder doch für den Fall der Fälle privat aufbewahren lassen möchte, hat die Möglichkeit einer Spendenoption. Hierbei wird das Blut eingelagert, die Merkmale aber in der Stammzellen- Datenbank erfasst. Wird das Blut als geeignetes Transplantat erkannt, kann es durch die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern freigegeben werden. Diese werden dafür durch die verzinste Rückzahlung der bereits bezahlten Gebühren entschädigt. Wer sich für die Aufbewahrung des Nabelschnurblutes entschieden hat, muss sich über die verschiedenen Anbieter informieren, der “Baby Gesundheitsblog” hat die größten Anbieter aufgelistet.
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31.August 2008 at 10:10 am
Ich habe die Nabelschnurr auf Anraten meines Arztes schockgefrieren lassen. Und ich bin wirklich froh um diese Entscheidung.
13.October 2008 at 4:26 pm
Hallo,
Ich bin sehr kritisch gegenüber Nabelschnurbluteinlagerung.
Noch gibt es keine Langzeiterfahrungen, es ist extrem teuer, und gerade wenn es Genkrankheiten sind, nützt dir wahrscheinlich das Blut auch nichts.
Umgekehrt für viele Krankheiten gibt es schon Erfolge.
Leider durch die Kosten sowieso nicht für die Masse gedacht, die Idee wie Blutkonserven zu spenden finde ich super.
Aber wenn man es sich leisten kann, sollte man es auf jedenfall nützen.
17.January 2009 at 12:15 pm
Wenn ich das so lese, ist es halt traurig, dass es immer um das Geld geht, wenn man eine saugere Versorgung möchte
12.March 2009 at 5:55 pm
[…] Nabelschnurblut befinden sich hochpotente Stammzellen – so weit so gut. Doch was können diese Stammzellen? Eine […]
9.June 2009 at 5:53 pm
[…] geht es den Verantwortlichen unter anderem darum, die werdenden Eltern über die Möglichkeiten des Nabelschnurblutes verstärkt aufzuklären. „Anders als in den USA oder Asien wird das Thema bei Eltern und […]