Laufen Lernen von babys
Auf zwei kleinen Beinen sicher ins Leben gehen
Der Gang auf zwei Beinen ist ein derart komplizierter körperlicher Vorgang, dass der Weg dorthin aus vielen einzelnen Schritten besteht: darum bereitet sich ein Baby von Beginn seines Lebens an auf das Laufen vor. Der Bewegungsapparat eines neugeborenen Kindes unterliegt zunächst gar keiner bewussten Kontrolle, erst nach und nach entwickelt das Baby seine Fähigkeiten. Das erste Heben des Köpfchens in Bauchlage stärkt die Rücken- und Nackenmuskeln, die später die nötige Körperspannung zum Laufen liefern. Ist das Kind beim Krabbeln angelangt, dann hat es bereits die Muskeln und Sehnen des gesamten Körpers unter Kontrolle und stärkt diese mit jedem “Krabbelmeter” für die entscheidende Zeit des Laufen Lernens.
Laufen lernen
Die meisten normal entwickelten Kinder erlernen das freie Laufen zwischen dem 14. und 18. Lebensmonat, doch es gibt immer wieder Frühentwickler und Spätzünder, die zwischen dem 9. und 20. Monat noch im zeitlichen Rahmen liegen. Die ersten Schritte auf zwei Beinen werden selbstverständlich noch mit Festhalten zurückgelegt: Die elterliche Hand und diverse Möbel bieten dabei Sicherheit. In dieser Zeit sollten Eltern besonders darauf achten, dass keine Gegenstände herumstehen, die beim Versuch, sich hochzuziehen, auf das Kind stürzen könnten. Diverse Lauflernhilfen, wie beispielsweise der bekannte “Gehfrei”, machen wenig Sinn und erhöhen hauptsächlich die Verletzungsgefahr. Verantwortungsbewusste Eltern sollten ihrem Kind in dieser wichtigen Phase vor allem mit Geduld begegnen. Besonders weiche Lederschuhe für Laufanfänger, auch als Lauflernschuhe bekannt, bieten dem kleinen Fuß extra viel Bewegungsfreiheit und engen ihn nicht ein, schützen aber vor der Bodenkälte. Oftmals handelt es sich hierbei um Mokassins oder ähnliche Modelle, die zwar nicht das Laufen lernen beschleunigen, aber einen sicheren, rutschfesten Stand bieten.
Kinder müssen gar nicht besonders schnell laufen lernen, das freie Gehen entwickelt sich ganz von selbst genau dann, wenn die Kleinen körperlich und seelisch dazu bereit sind. Manchmal dauert es eine ganze Weile, bis ein Kleinkind sich wagt, die sichere Hand der Mama oder den Couchtisch loszulassen, den es bereits einige hundert Mal umkreist hat. Wer seinem Kind Mut macht ohne zu drängen, der liefert die beste Unterstützung. In den meisten Fällen gelingen die ersten freien Schritte dann, wenn ein Elternteil mit ausgebreiteten Armen auf dem Boden hockt und das heranstolpernde Kind freudestrahlend auffängt.
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