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  • Schwangerschaft Alkohol und FASD

    Nur zwei von zehn Frauen trinken während ihrer Schwangerschaft keinen Alkohol. Ziemlich wenig, wenn man bedenkt was Alkohol alles mit einem Embryo anrichten kann. Eine der häufigsten Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft ist FASD - Fetal Alcohol Spectrum Disorder. Darunter sind FAS (Fetales Alkoholsyndrom) und FAE (Fetale Alkoholeffekte) zusammengefasst, da die Grenzen zwischen den beiden fließend sind.

    Erst 1968 hat P. Lemaine aus Frankreich zum ersten Mal von FASD berichtet. Was aber nicht heißt, dass vorher kein solcher Fall aufgetreten ist. Alkohol gilt als eines der wenigen Mittel, das die Plazentaschranke zwischen Mutter und Kind überwinden kann. Das führt dazu, dass der Fötus oder der Embryo bald den gleichen Alkoholpegel hat wie dessen Mutter. Ein erwachsener Mensch kann eine Alkoholmenge aber zehn mal schneller abbauen als ein Fötus. Das heißt je länger oder häufiger der Alkohol im Kreislauf vorhanden ist, desto mehr Schaden richtet er an.
    Aber was für Schaden wird angerichtet?
    Alkohol während der Schwangerschaft wirkt sich schädlich auf die körperliche Entwicklung (vorrangig Organe und Gehirn), sowie der sozialen Entwicklung aus.
    Das kann folgendes bedeuten:
    Fehlgeburt, Kopf- und Gehirnminderentwicklung, Fehlbildungen innerer Organe, Gesichtsveränderungen, Unterentwicklungen, Wachstumsretardierung und schädigungen im Zentralsystem, Muskelschwäche, Bindegewebsschwäche, Sprachstörungen, Schlafstörungen, Herzfehler, Hörstörungen, Eß- und Schluckstörungen, Gaumenspalte, Augenfehlbildungen, Leistenbruch, Hodenhochstand, Nierenfehlbildungen, Fehlbildungen der Harnröhre, vergrößerung der Klitoris, Wirbelsäulenverkrümmung,Trichterbrust, Verrenkung der Hüfte, Verwachsung von Elle und Speiche, Konzentrations- und Lernschwäche, abstrakte Dinge und logische Zusammenhänge werden schwieriger Verstanden, Epilepsi, Hyperaktivität, Vertrauensseligkeit, Aggressivität, und viele mehr.

    Einige dieser Störungen können auch andere Ursachen haben. Aber die Ursache FASD lässt sich zu 100% damit vermeiden, während der Schwangerschaft keinen Alkohol zu trinken.

    Geburt (nat.) - und plötzlich grüßt das Baby!

    Kinderwunsch Sandra und Thomas sind Schwanger. Seit rund 9 Monaten nun - und täglich
    kann es los gehen. Die Tasche ist gepackt und mental sind beide gut auf die
    Geburt vorbereitet, doch wissen sie was auf sie zukommt? Für alle die das
    noch nicht wissen hier ein kleiner Überblick:

    Was die Geburt genau auslöst ist noch nicht genau bekannt. Aber die gängigste
    Theorie ist die, dass das Protein SP-A durch eine Reihe von Reaktionen die
    Wehen auslöst. Das Protein ist für die Lungenreifung verantwortlich.

    Und jetzt geht’s auch schon los: das erste Drittel der Geburt
    („Eröffnungsphase“) beginnt. Unregelmäßige Wehen (2-3 in 30 Minuten)
    verkürzen und erweitern den Portio (Teil des Gebärmutterhalses, der in die Vagina reicht) sowie den Muttermund. Die Eröffnungswehen kommen nun öfter und regelmäßiger d.h. zwei bis drei 30-60 Sekunden Wehen alle 10 Minuten. Jetzt teilt sich die Eröffnungsphase in Kontraktion, Retraktion, Distraktion und Dilatation. Die Kontraktion ist die Wehe. Während der Wehen zieht sich die Gebärmutterwand über den Kopf des Kindes zurück – das ist die Retraktion. Nun folgt die Distraktion in der sich der untere Bereich der Gebärmutter passiv erweitert und sich das Gewebe weiter nach oben zurückzieht. Danach öffnen sich Gebärmutterhals und Muttermund in der Dilatation.

    In der Übergangsphase – dem zweiten Drittel der Geburt kommen die Wehen öfter und sind schmerzintensiver. Das Kind hat eine 90° Drehung gemacht und sein Kopf gelangt nun durch das Becken. In dieser Phase hat sich jetzt auch der Muttermund fast vollständig geöffnet. Das heißt so zwischen 8 und 10 cm weit.

    Wir befinden und nun in der Austreibungsphase – letztes Drittel. Sechs bis sieben Wehen kommen nun in 15 Minuten. Jetzt passiert es, dass der Kopf des Kindes auf den mütterlichen Darm drückt. Dies hat zur Folge – und das passiert ganz reflexartig – das die Mutter murmelt (ein Wort, dass meine Tante sich für solche Fälle ausgedacht hat).

    Die Fruchtblase kann in jeder Phase der Geburt platzen. Muss sie aber nicht – was aber sehr selten vorkommt. Wenn sie noch intakt ist und die Wehen noch nicht stark genug sind, kann es helfen sie zu öffnen. Denn dann verstärkt sich der Wehendruck.
    Dies kann aber auch Nachteile haben: eventuelle Kopffehlstellungen beheben sich nicht mehr von selbst, der Druck der Wehen wirkt komplett auf das Kind, was zu einem Absinken der Herzfrequenz führen kann.

    Ist der Kopf erst geschafft – geht der Rest relativ schnell und die Mutter kann ihr Baby normalerweise sofort an sich nehmen. Erst dann wird die Nabelschnur abgeschnitten.

    Jetzt folgt noch die Nachgeburt in der sich die Plazenta ablöst und ausgeschieden wird. Das Benötigt ca. 10 bis 30 Minuten. Insgesamt dauert eine Geburt im Durchschnitt 8 bis 13 Stunden.

    Hebammen - althochdeutsch Hev(i)anna: „Großmutter, die das Neugeborene vom Boden aufhebt“

    Was ist eine Hebamme?Kinderwunsch

    Eine Hebamme – in anderen Regionen auch Kindsfrau genannt – ist eine vom Staat geprüfte und anerkannte Geburtshelferin. Männer dürfen diesen Beruf erst seit 1987 ausüben und werden dann „Entbindungspfleger“ genannt.

     

    Was macht ein/e Hebamme/Entbindungspfleger?

    Sie betreuen die Frau während der Schwangerschaft, genauso wie bei der Geburt, dem Wochenbett und der Stillzeit. Entgegen dem Wissen vieler – führt die/der Hebamme/Entbindungspfleger auch die Vorsorgeuntersuchungen durch. Lediglich, wenn ein Ultraschall gewünscht wird muss ein Frauenarzt aufgesucht werden.

    Es ist sogar so, dass ein Arzt keine Geburt ohne Hebamme betreuen darf, die Hebamme allerdings auf das Hinzuziehen eines Arztes verzichten darf. (Nachzulesen unter: § 4 Abs. 1 Satz 2 Hebammengesetz (HebG)).

    Was sind die Vorteile einer Hebamme?

    Eine Hebamme ist nie so beschäftigt wie ein Arzt und kann die Vorsorgeuntersuchung nach Absprache sogar bei der Schwangeren zu Hause durchführen. Durch die vielen Besuche bei den verschiedensten Familien sammelt sie viele Erfahrungen – und kann Tipps zur Rückbildungsgymnastik sowie auch zur Ernährung geben.

    Das Hinzuziehen einer/s Hebamme/Entbindungspflegers übernimmt die Krankenkasse. Auch eine Kombination aus ärztlicher und Hebammen-Betreuung ist möglich.

    Bei der Auswahl seiner Hebamme sollte man ruhig wählerisch sein. Man sollte sich in ihren Händen wohl fühlen und in der Lage sein Tipps von ihr anzunehmen, ohne sich bevormundet zu fühlen. Das Wichtigste ist einfach, dass die Chemie stimmt.