In Deutschland ist diese Methode zur künstlichen Befruchtung erst zulässig, wenn ein Ehepaar noch nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft vorliegt.
Die In-Vitro-Fertilisation läuft in 10 Schritten ab: erster Schritt: Ovarielle Stimulation: Die Frau wird einer Hormonbehandlung unterzogen. Auf diese Weise werden mehrere Eizellen zur Reifung gebracht. Zweiter Schritt: Überprüfung der Spermien: Um möglichst eine große Chance auf Erfolg zu haben werden die Spermien des Mannes auf Anzahl, Beweglichkeit, Infektion und Form untersucht. Dritter Schritt: Überwachung des Follikelwachstums: Das Wachstums der Eizelle im Eierstock wird jetzt via Ultraschall überwacht. Dies geschieht ca. ab dem 3. Zyklustag. Vierter Schritt: Der Eisprung (die Ovulation) wird künstlich durch Hormone (HCG) ausgelöst. Fünfter Schritt: Eizellenpunktion: In der Follikelflüssigkeit sollten sich jetzt ca. 5 bis 12 reife Eizellen befinden. Dann werden transvaginal mit einem ultraschallgesteuerten, stabförmigen und mit einer Punktionsnadel versehenem Schallkopf die einzelnen Follikel abpunktiert. Sechster Schritt: die Spermiengewinnung: parallel zur Einzellenpunktion werden entweder durch Masturbation oder einem mikrochirurgischen Eingriff Spermien zur Befruchtung gewonnen. Siebter Schritt: die Befruchtung: dier Erfolgsrate bei der Befruchtung liegt bei ca. 70%. 2 mögliche Methoden sind: die klassische In-vitro-Fertisilation oder die ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion). Bei der klassischen Version werden die gewonnenen Eizellen mit aufbereitetem Sperma in einem Reagenzglas zusammengebracht. Bei der ICSI wird ein einzelnes Spermium in die Eizelle mit einem Mikromanipulator injiziert. Ist dies geschehen kommt der achte Schritt: die Zygoten werden einer Qualitätskontrolle unterzogen und in einem Brutschrank kultiviert. Neunter Schritt: Embryonen werden eingesetzt: entweder am 2. Tag (4-Zell-Stadium) oder am 5. Tag (Blastozysten-Stadium) nach der Befruchtung werden idealerweise 2 Embryonen in den Uterus transferiert. In Deutschland ist es nicht erlaubt Embryonen in flüssigem Stickstoff einzufrieren. Aber bei den Überzähligen Eizellen im Vorkernstadium ist dies möglich, sie werden Kryokonserviert. Mehr als 2 Embryonen zu transferieren steigert die Chance auf eine Mehrlingsgeburt, was aber nicht empfehlenswert ist, da das Risiko einer Risikoschwangerschaft damit enorm steigt. Diesem Schritt folgt der zehnte und letzte Schritt: Das Abwarten: ein Schwangerschaftstest ist ca. 14 Tage nach der Follikelpunktion aussagekräftig.
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