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  • Kinderwunschbehandlungen und ihre Erfolgschancen

    Behandlung Erfolgschance in %
    Hormonelle Stimulation der Frau 5 - 10 %
    Insemination 5 - 15 %
    In-Vitro-Fertilisation (IVF) 12 - 20 %
    Intracytoplasmatische Spermininjektion (ICSI) 15 - 25 %
    MESA/TESE 12 - 20 %
    Einfrieren von Eizellen (Kryokonservierung) 8 - 12 %

    Gerade habe ich von einer neuen Technik gelesen, die das Ergebnis bei IVF und ICSI verbessert.

    Unerfüllter Kinderwunsch – Hormonbehandlung

    Bleibt der Kinderwunsch eines Paares ohne Erfolg hat es mehrere Möglichkeiten. Eine In vitro Fertilisation (IVF) zum Beispiel, oder eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Doch vielen Verfahren zur künstlichen Befruchtung geht eine Hormonbehandlung voraus – es ist nicht notwendig aber erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung durch das Entstehen mehrerer Eizellen um ein Vielfaches.
    Es gibt standardisierte Vorgehensweisen (Protokolle) für Hormonbehandlungen – diese werden dann aber individuell an jede Patientin angepasst.
    Häufig kommt das lange Protokoll (long protocoll) zum Einsatz.
    Ein Eisprung ist nicht erwünscht – das Ei soll ja aus den Folikeln gewonnen werden – deswegen bekommt die Patientin ca. am 21.-23. Zyklustag Medikament verabreicht, was eben dies verhindert (dieser Vorgang nennt sich Downregulation).
    Jetzt haben die Ärzte zwei Möglichkeiten:

    1. Sie warten lediglich auf die Monatsblutung, die nach einer Downregulation durchaus etwas verspätet auftreten kann und beginnen am 3. Zyklustag mit der Stimulation der Eierstöcke.
    2. Sie warten einen Zeitraum von ca. 14 Tagen ab und untersuchen das Blut der Patientin auf bestimmte Hormone um zu sehen ob die Downregulation gewirkt hat.

    Danach beginnt die Behandlung mit Gonadotropinen. Bei den Gonadotropinen unterscheidet man zwei Hormone das follikelstimulierende Hormon (sorgt dafür, dass Eizellen entstehen) und das luteinisierende Hormon (sorgt für den Eisprung).
    Mit der Behandlung beginnt man meist am 3. Zyklustag und spritzt dann zwischen 50 und 75 Einheiten am Tag (wird individuell angepasst).

    In-Vitro-Fertilisation (lat.für: Befruchtung im Glas)

    In Deutschland ist diese Methode zur künstlichen Befruchtung erst zulässig, wenn ein Ehepaar noch nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft vorliegt.

    Die In-Vitro-Fertilisation läuft in 10 Schritten ab: erster Schritt: Ovarielle Stimulation: Die Frau wird einer Hormonbehandlung unterzogen. Auf diese Weise werden mehrere Eizellen zur Reifung gebracht. Zweiter Schritt: Überprüfung der Spermien: Um möglichst eine große Chance auf Erfolg zu haben werden die Spermien des Mannes auf Anzahl, Beweglichkeit, Infektion und Form untersucht. Dritter Schritt: Überwachung des Follikelwachstums: Das Wachstums der Eizelle im Eierstock wird jetzt via Ultraschall überwacht. Dies geschieht ca. ab dem 3. Zyklustag. Vierter Schritt: Der Eisprung (die Ovulation) wird künstlich durch Hormone (HCG) ausgelöst. Fünfter Schritt: Eizellenpunktion: In der Follikelflüssigkeit sollten sich jetzt ca. 5 bis 12 reife Eizellen befinden. Dann werden transvaginal mit einem ultraschallgesteuerten, stabförmigen und mit einer Punktionsnadel versehenem Schallkopf die einzelnen Follikel abpunktiert. Sechster Schritt: die Spermiengewinnung: parallel zur Einzellenpunktion werden entweder durch Masturbation oder einem mikrochirurgischen Eingriff Spermien zur Befruchtung gewonnen. Siebter Schritt: die Befruchtung: dier Erfolgsrate bei der Befruchtung liegt bei ca. 70%. 2 mögliche Methoden sind: die klassische In-vitro-Fertisilation oder die ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion). Bei der klassischen Version werden die gewonnenen Eizellen mit aufbereitetem Sperma in einem Reagenzglas zusammengebracht. Bei der ICSI wird ein einzelnes Spermium in die Eizelle mit einem Mikromanipulator injiziert. Ist dies geschehen kommt der achte Schritt: die Zygoten werden einer Qualitätskontrolle unterzogen und in einem Brutschrank kultiviert. Neunter Schritt: Embryonen werden eingesetzt: entweder am 2. Tag (4-Zell-Stadium) oder am 5. Tag (Blastozysten-Stadium) nach der Befruchtung werden idealerweise 2 Embryonen in den Uterus transferiert. In Deutschland ist es nicht erlaubt Embryonen in flüssigem Stickstoff einzufrieren. Aber bei den Überzähligen Eizellen im Vorkernstadium ist dies möglich, sie werden Kryokonserviert. Mehr als 2 Embryonen zu transferieren steigert die Chance auf eine Mehrlingsgeburt, was aber nicht empfehlenswert ist, da das Risiko einer Risikoschwangerschaft damit enorm steigt. Diesem Schritt folgt der zehnte und letzte Schritt: Das Abwarten: ein Schwangerschaftstest ist ca. 14 Tage nach der Follikelpunktion aussagekräftig.