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  • Geburt (nat.) - und plötzlich grüßt das Baby!

    Kinderwunsch Sandra und Thomas sind Schwanger. Seit rund 9 Monaten nun - und täglich
    kann es los gehen. Die Tasche ist gepackt und mental sind beide gut auf die
    Geburt vorbereitet, doch wissen sie was auf sie zukommt? Für alle die das
    noch nicht wissen hier ein kleiner Überblick:

    Was die Geburt genau auslöst ist noch nicht genau bekannt. Aber die gängigste
    Theorie ist die, dass das Protein SP-A durch eine Reihe von Reaktionen die
    Wehen auslöst. Das Protein ist für die Lungenreifung verantwortlich.

    Und jetzt geht’s auch schon los: das erste Drittel der Geburt
    („Eröffnungsphase“) beginnt. Unregelmäßige Wehen (2-3 in 30 Minuten)
    verkürzen und erweitern den Portio (Teil des Gebärmutterhalses, der in die Vagina reicht) sowie den Muttermund. Die Eröffnungswehen kommen nun öfter und regelmäßiger d.h. zwei bis drei 30-60 Sekunden Wehen alle 10 Minuten. Jetzt teilt sich die Eröffnungsphase in Kontraktion, Retraktion, Distraktion und Dilatation. Die Kontraktion ist die Wehe. Während der Wehen zieht sich die Gebärmutterwand über den Kopf des Kindes zurück – das ist die Retraktion. Nun folgt die Distraktion in der sich der untere Bereich der Gebärmutter passiv erweitert und sich das Gewebe weiter nach oben zurückzieht. Danach öffnen sich Gebärmutterhals und Muttermund in der Dilatation.

    In der Übergangsphase – dem zweiten Drittel der Geburt kommen die Wehen öfter und sind schmerzintensiver. Das Kind hat eine 90° Drehung gemacht und sein Kopf gelangt nun durch das Becken. In dieser Phase hat sich jetzt auch der Muttermund fast vollständig geöffnet. Das heißt so zwischen 8 und 10 cm weit.

    Wir befinden und nun in der Austreibungsphase – letztes Drittel. Sechs bis sieben Wehen kommen nun in 15 Minuten. Jetzt passiert es, dass der Kopf des Kindes auf den mütterlichen Darm drückt. Dies hat zur Folge – und das passiert ganz reflexartig – das die Mutter murmelt (ein Wort, dass meine Tante sich für solche Fälle ausgedacht hat).

    Die Fruchtblase kann in jeder Phase der Geburt platzen. Muss sie aber nicht – was aber sehr selten vorkommt. Wenn sie noch intakt ist und die Wehen noch nicht stark genug sind, kann es helfen sie zu öffnen. Denn dann verstärkt sich der Wehendruck.
    Dies kann aber auch Nachteile haben: eventuelle Kopffehlstellungen beheben sich nicht mehr von selbst, der Druck der Wehen wirkt komplett auf das Kind, was zu einem Absinken der Herzfrequenz führen kann.

    Ist der Kopf erst geschafft – geht der Rest relativ schnell und die Mutter kann ihr Baby normalerweise sofort an sich nehmen. Erst dann wird die Nabelschnur abgeschnitten.

    Jetzt folgt noch die Nachgeburt in der sich die Plazenta ablöst und ausgeschieden wird. Das Benötigt ca. 10 bis 30 Minuten. Insgesamt dauert eine Geburt im Durchschnitt 8 bis 13 Stunden.

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